Die Vereins-Chronik

Werdegang und Geschichte des Schützenverein Pötzen e.V.

 
Nachdem die englische Besatzungsmacht 1953 das seit Kriegsende geltende Waffenverbot aufgehoben hatte, wurde mit ca.15 – 18 Mitgliedern ein Schützenverein gegründet. Im gleichem Jahr wurde im Grund hinter dem Höxter ein KK – Stand errichtet. Am 4. Oktober 1953 wurde erstmals ein Königschießen mit anschließender Proklamation des Königs veranstaltet.

Schützenverein Pötzen Chronik Bild 1: Einen Prost auf den ersten Schützenkönig 1953 Hermann Schröder

„Einen Prost auf den ersten Schützenkönig 1953 Hermann Schröder“

 
Schon 1954 ist es mit der „Schützenherrlichkeit“ in Pötzen wieder vorbei. Das Süntelschotterwerk brauchte Platz für große Mengen Abraum, der unbedingt im Grund hinter dem Höxter entsorgt werden musste. Ersatz für einen KK- Stand konnte trotz Hilfszusagen nicht gefunden werden. Der junge Verein wurde Ende 1954 als „ruhend“ gemeldet.

Die Ruhepause dauerte mehr als zehn Jahre, bis Walter Schöppe, Willi Schwarzenberg, Wilhelm Steinsiek und Peter Jensch den Gedanken an eine Wiederbelebung aufgreifen und hierbei besonders bei Heinrich Brandt und Horst Krinke auf Gegenliebe stoßen. In einer ersten Zusammenkunft am 27. Juli 1965 vereinbaren sechszehn Schießsportinteressierte den Schützenverein ab 11. August 1965 wiederzugründen und wählten als

  • 1. Vorsitzenden Wilhelm Steinsiek,
  • 2. Vorsitzenden Heinrich Brandt,
  • Kassierer Arnold Niehus,
  • Schießwart Willi Schwarzenberg,
  • Schriftführer Herbert Schröder.

 
Der 1. Vorsitzende Wilhelm Steinsiek stellte am 15. Oktober 1965 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung. In der Versammlung am 20. Oktober 1965 wurde Horst Krinke zum ersten Vorsitzenden gewählt und ist es bis zum heutigen Tage geblieben. Zum 1. Juni 1966 erhalten die nunmehr 34 Mitglieder Verstärkung durch 7 Damen. Zum 1. Januar 1968 werden 54 Mitglieder, darunter 11 Damen dem Schießsportbund gemeldet.

Schützenverein Pötzen Chronik Bild 2: Horst Krinke bedankt sich bei Walter Schöppe für dessen herausragenden Einsatz.

Horst Krinke bedankt sich bei Walter Schöppe für dessen herausragenden Einsatz.

Schützenverein Pötzen Chronik Bild 3: Schützenkönigin Ruth Fauth, 1. und 2. Dame Marlies Söhlke und Ruth Eberhardt.

Schützenkönigin Ruth Fauth, 1. und 2. Dame Marlies Söhlke und Ruth Eberhardt.

 
 
1966 wird auf Anraten von Heinrich Brandt das neben dem Vereinslokal „Zum Schaumburger Land“ liegende Grundstück für den Bau eines KK - Schießstandes zunächst für 10 Jahre gepachtet. Der Bauantrag wird gestellt und am 17.Mai 1967 genehmigt. Fast ausschließlich in Eigenleistung wurde der Bau im Frühsommer 1969 fertiggestellt. Besonders Heinrich Brandt verstand es, die nötigen Hilfskräfte zu motivieren und ihnen Stärkung aus Küche und Keller zukommen zu lassen.

Auch von diesem KK – Stand mussten sich die Schützen trennen. Der neue Grundstückseigentümer benötigte die Fläche für die Erweiterung seines Möbelhauses. Der Schießstand wurde 1980 abgerissen. Es ist bis heute nicht gelungen, einen Platz für einen neuen KK – Schießstand zu finden.

Am 3. April 1970 stimmte die Mitgliederversammlung dem Vorschlag von Horst Krinke mit großer Mehrheit zu, einen Fanfarenzug zu gründen. Durch intensives Üben qualifizierte sich der „Fanfarenzug Pötzen“ zur Teilnahme an der Bezirksmeisterschaft in Hessisch Oldendorf und wurde 1974 Bezirksmeister in der Jugendklasse.

Den größten Mitgliederstand zählte der Fanfarenzug 1974/75 mit 38 Mitgliedern. Es waren nicht nur Jungen und Mädchen, sondern auch Erwachsene aktiv. Seit Jahren hatte Heini Bleibaum die musikalische Leitung des Zuges in den Händen. In dieser Zeit wurde der Fanfarenzug in einen Musikzug umgewandelt und ist 1992 auch entsprechend in „Musikzug Pötzen“ umbenannt worden.

Schützenverein Pötzen Chronik Bild 4: Fanfarenzug Pötzen

Schützenverein Pötzen Chronik Bild 5: Fanfarenzug Pötzen

 
 
Im Jahre 1995 konnte der Musikzug sein 25-jähriges, und der Schützenverein sein 30-jähriges Bestehen mit einem großen Zeltfest feiern. Nach dem Tod von Heini Bleibaum konnte kein neuer Dirigent gefunden werden der für den Verein bezahlbar war. Seit einiger Zeit ruht der Musikzug.